VSK II setzt sich mit 5:3 beim Tabellenführer durch

Runde Nr. 4 der Kreisliga D liegt hinter uns. Wir konnten uns mit 5:3 gegen den Tabellenersten HSK XXIII durchsetzen. Wir sind mit der Stammmannschaft angetreten, und alle von Brett 1 bis Brett 8 kämpften geschlossen bis zum letzten Zug an Brett 8. Ein Hoch dieser Mannschaftsleistung! Den ersten Siegpunkt konnte ich mit den weißen Steinen früh sicherstellen. Kwedi Dikobe, ein junger Spieler, der während der Corona-Zeit zum Schach gefunden hat, gelangte nach unglücklichen Eröffnungszügen in große Nöte; es drohten Matt, Damenverlust und Figurenverlust. Die Abwicklung führte dann zu Figuren und Qualitätsverlust, dennoch war bei ihm nicht an Aufgeben zu denken. Auch eine Bauernumwandlung zur Dame schreckte nicht, er spielte bis zum Mattsetzen mit Dame und Turm gegen König. Offensichtlich hoffte er auf einen „Pattfehler“. Als nächster zog Sonny Kimmel am Brett 2 nach und beendete seine Partie durch Schachgebotszugwiederholung mit einer Punkteteilung. Mehr war da bei dem Damenendspiel, das sich ergeben hatte, nicht drin. Gottfried Schoppe, der über ein mögliches Remisangebot durch ihn grübelte, entschloss sich dann doch zum Weiterspielen und wurde belohnt, und er belohnte die Mannschaft mit einem weiteren Punkt. Nun stand es schon komfortabel 3,5: 0,5. Peter Stelzer tigerte von Brett zu Brett, um zu prüfen, wie es bei dem Rest der Partien steht, und was von ihm erwartet wird. Er konnte ein siegreiches Endspiel mit einem Freibauern auf der H-Linie erspielen, der letztendlich die Partie entschied und die Mannschaft auf die Siegerstraße brachte: 4,5 unverrückbare Punkte bei drei noch laufenden Partien. Am Brett 1 musste dann Marlon Fedke nach großem Kampf auf Augenhöhe gegen Andreas Albers (über 2000 DWZ) doch seinen schwarzen König umlegen. Bewundernswert auch seine Nervenstärke während seiner extremen Zeitnotphase vom 30. Bis 40. Zug. Nur 4 verbleibende Sekunden waren übrig als die Zeitschranke fiel. Torsten Schubert verlor unglücklich in einem eigentlich gewonnenen Bauernendspiel gegen Bauern und Springer. Ein falscher Königszug kostete ihn seinen Freibauern und die Partie. Thomas Blunck verspielte seine stark vorteilhafte Stellung (Qualitätsgewinn und Bauernvorteil), fand nicht die Fortsetzung gegen die aufkommend schwarzen Schwerfiguren und einen starken Springer. Die Rückgabe der Qualität erfolgte zu spät, und so stimmte er nach Figurenabtausch einem Remis zu. Endstand: 5:3.

Rudolf (MF)